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 Ein-Satz-Geschichte

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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Do 14 Jan 2010, 10:06

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
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Phönixfeder
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Weiblich Anzahl der Beiträge : 8904
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Geburtstag : 02.11.77
Ort : Zwischen Pergament und Federkiel
Arbeit : Erzieherin, Autorin, Mama
Hobby : Emmalein, Lesen, schreiben, Bauchtanz,
Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Do 14 Jan 2010, 18:23

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Di 19 Jan 2010, 21:14

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
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Phönixfeder
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Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Mi 20 Jan 2010, 08:53

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Do 28 Jan 2010, 16:37

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.

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Anmeldedatum : 09.11.09
Geburtstag : 02.11.77
Ort : Zwischen Pergament und Federkiel
Arbeit : Erzieherin, Autorin, Mama
Hobby : Emmalein, Lesen, schreiben, Bauchtanz,
Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Do 28 Jan 2010, 17:16

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Fr 29 Jan 2010, 21:01

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
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Weiblich Anzahl der Beiträge : 8904
Anmeldedatum : 09.11.09
Geburtstag : 02.11.77
Ort : Zwischen Pergament und Federkiel
Arbeit : Erzieherin, Autorin, Mama
Hobby : Emmalein, Lesen, schreiben, Bauchtanz,
Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   So 31 Jan 2010, 18:01

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Mo 08 Feb 2010, 21:17

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
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Phönixfeder
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Weiblich Anzahl der Beiträge : 8904
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Geburtstag : 02.11.77
Ort : Zwischen Pergament und Federkiel
Arbeit : Erzieherin, Autorin, Mama
Hobby : Emmalein, Lesen, schreiben, Bauchtanz,
Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Mo 08 Feb 2010, 21:20

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Mo 08 Feb 2010, 21:53

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
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Hobby : Emmalein, Lesen, schreiben, Bauchtanz,
Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Di 09 Feb 2010, 07:51

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Mi 10 Feb 2010, 08:11

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"

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Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Mi 10 Feb 2010, 08:52

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Sa 13 Feb 2010, 10:55

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.

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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Mo 15 Feb 2010, 18:30

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
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Emma
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Fr 14 Mai 2010, 10:44

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Fr 14 Mai 2010, 10:54

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
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Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit stiegen wir hinauf in einen kunterbunten Himmel.

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Phönixfeder
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Weiblich Anzahl der Beiträge : 8904
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Ort : Zwischen Pergament und Federkiel
Arbeit : Erzieherin, Autorin, Mama
Hobby : Emmalein, Lesen, schreiben, Bauchtanz,
Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Fr 24 Sep 2010, 07:08

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit stiegen wir hinauf in einen kunterbunten Himmel.
Ich hatte beinahe Angst mit irgendwelchen Vögeln zusammen zu stoßen und verbarg meinen Kopf zwischen meinen schützenden Armen.
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Fr 24 Sep 2010, 15:07

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit stiegen wir hinauf in einen kunterbunten Himmel.
Ich hatte beinahe Angst mit irgendwelchen Vögeln zusammen zu stoßen und verbarg meinen Kopf zwischen meinen schützenden Armen.
Doch zum Glück war dem nicht so und ich flog leicht wie eine Feder den anderen hinter her.

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Phönixfeder
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Weiblich Anzahl der Beiträge : 8904
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Arbeit : Erzieherin, Autorin, Mama
Hobby : Emmalein, Lesen, schreiben, Bauchtanz,
Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Do 07 Okt 2010, 10:56

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit stiegen wir hinauf in einen kunterbunten Himmel.
Ich hatte beinahe Angst mit irgendwelchen Vögeln zusammen zu stoßen und verbarg meinen Kopf zwischen meinen schützenden Armen.
Doch zum Glück war dem nicht so und ich flog leicht wie eine Feder den anderen hinter her.
Endlich wurden wir wieder dem Boden näher gebracht und mit leisen, dumpfen Geräuschen, landeten wir auf einer holprigen Wiese.

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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Do 07 Okt 2010, 15:47

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit stiegen wir hinauf in einen kunterbunten Himmel.
Ich hatte beinahe Angst mit irgendwelchen Vögeln zusammen zu stoßen und verbarg meinen Kopf zwischen meinen schützenden Armen.
Doch zum Glück war dem nicht so und ich flog leicht wie eine Feder den anderen hinter her.
Endlich wurden wir wieder dem Boden näher gebracht und mit leisen, dumpfen Geräuschen, landeten wir auf einer holprigen Wiese.
Sie war von riesiegen, bunten Blumen bedeckt.
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Phönixfeder
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Genre : Fantasy, Grusel, Horror, Märchen, SiFi

BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Fr 08 Okt 2010, 14:49

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit stiegen wir hinauf in einen kunterbunten Himmel.
Ich hatte beinahe Angst mit irgendwelchen Vögeln zusammen zu stoßen und verbarg meinen Kopf zwischen meinen schützenden Armen.
Doch zum Glück war dem nicht so und ich flog leicht wie eine Feder den anderen hinter her.
Endlich wurden wir wieder dem Boden näher gebracht und mit leisen, dumpfen Geräuschen, landeten wir auf einer holprigen Wiese.
Sie war von riesiegen, bunten Blumen bedeckt.
Einige, komisch aussehende Pflanzen hatten hier ihren Platz gefunden und ein großteil von ihnen sahen gefährlich aus.
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BeitragThema: Re: Ein-Satz-Geschichte   Fr 08 Okt 2010, 15:20

Ein sonniger, windiger Herbstmorgen erwachte...
Vögel zwitscherten in den Bäumen...
Und niemand ahnte das dieser Helloweentag ein blutiges Ende nehmen sollte...
Eigendlich hatte ich für Halloween nichts großes geplant...
Ein wenig Süßigkeiten verteilen, die Sturmfreie Bude auskosten und laute Musik hören; das war mein Ziel für diesen Tag.
Meine Freundin gelte Sturm.
Vollgepackt mit Süßen Sachen, prikelnden Getränken und einem alten, zerschlissenen Buch stand sie da.
"meine mutter und ich haben den dachboden aufgeräumt,und dieses buch gefunden",flüssterte sie mir grinsend,leise entgegen.
Auf dem Sofa sitzend sah ich mir das alte, dunkelbraun verfärbte Buch genauer an.
Seite für Seite blätterte ich das buch durch und endeckte dabei erstaunliches.
Seitenweise grausame Dämonen starrten mich an und geheimnisvolles Flüstern erklang.
das geheimnisvolle flüstern lies mich seite 37 des buches aufschlagen und bei dessen anblick fiel ich fast von der couch
Ein fies stinkendes, grünwarziges etwas kletterte aus der Mitte der Seite und starrte mich mit funkelnden Augen an.
Seine klauenbestückten, dünnen Finger bohrten sich in den Rand des Buches
Wir schrien wie verrückt, ließen das Buch zu Boden fallen und liefen in die obere Etage das Hauses.
Dort versteckten wir uns in einen der großen Wandschränke
Ein lauter Knall, das Splittern einer Scheibe und unheimliches Flüstern war zu hören.
Aus der Ecke des Flüsterns kam das Knistern eines Schokoriegels, der geöffnet wurde.
Angsterfüllt starrten wir in die ecke,wo zwei kulleraugen uns anstarrten.
Auf einmal war ein Schmatzen zu hören, während und plötzlich eine klauenbewährte Hand entgegenschoß die einen halb abgebissenen Schokoriegel festhielt.
Benni, mein kleiner Bruder, saß in der Ecke des Kleiderschrankes, spielte mit seiner Monstergummihand und vergriff sich an meinen Süßigkeiten.
Ich nahm sofort meine Gummikeule die ich bereit hatte.
Und hämmerte sie im auf den Kopf, bis das Schmatzen verstummte;Schritte auf der quietschenden Treppe.
Ein asthmatisches Keuchen kam in immer kürzeren Abständen zu den Schritten dazu.
Wir quetschten uns in eine Ecke und selbst Benni kam so dicht an uns herangerückt, das ich ihn zittern spüren konnte:"Was ist das?"
Salene schlug mir fast die zähne aus als sie mir die hand vor den mund legte,damit ich endlich still bin,doch das keuchende atmen war schön förmlich zu riechen.
Plötzlich ging das Licht aus und das Keuchen kam mit bedrohlichen Schritten immer näher und eine Knoblauchwolke stieß uns entgegen.
Ich gab den beiden ein Zeichen, dann sprang ich auf, schlug die Tür des Schrankes heftig auf und rante brüllend hinaus.
Als wir panisch davon liefen,sah ich nur im augenwinkel snoopy wir er hechelnd dreinschaute...
Der kleine Hund, der seid einigen Tagen bei uns zu Pflege war, wedelte mit dem Pullemannspoper und sah uns mit großen, freudigen Augen an
Wir wagten uns zurück ins Wohnzimmer, wo uns ein heilloses Durcheinander erwartete.
Unser Stubentisch lag quer im Raum, Ein Fenster war regelrecht aus einander geflogen und das Sofa zeigte Zerstöhrungen die nur messerscharfe Krallen hinterlassen können.
Ein seltsamer Geruch hing im Raum, eine Mischung aus Schwefel, Weirauch und ein Hauch von Mandarinenduft, seltsam.
Wie sollte ich unseren Eltern nur dieses Durcheinander erklären?
In weniger als 1 Stunde würden sie wieder hier sein und ich wusste, dass sie sehr ungehalten sein würden und keine Ausflüchte meinerseits gelten lassen würden.
Es half nicht, Gedanken darüber,was hier geschehen war konnten wir uns auch später noch machen...jetzt mussten wir erst einmal aufräumen.
Also nahm ich erst einmal die 1,50 Meter große Quietscheente die mitten im Raum stand hoch und drückte sie fest.
Salene stellte den völlig zerkratzten Tisch wieder auf und half Benni dann dabei die Scherben des Fensters aufzuräumen.
Beim Zusammenfegen der Scherben hielt sie pötzlich inne und hob ganz behutsam, fast andächtig, ein kleines grünes, mit winzigen lila Federn bestücktes Etwas aus dem Unrat.
Als sie es zusammendrückte entwich dem etwas ein leiser Darmwind und zwei gelbe Augen drehten sich zu ihr hin.
Der seltsame Geruch im Raum wurde intensiver, die gelben Augen begannen zu leuchten, schienen von innen heraus zu glühen.
Flammen schossen hinauf bis zur Zimmerdecke;der Schmerz in den Händen war unerträglich.
Salene schrie laut auf und versuchte, das kleine grüne Etwas von sich zu schleudern, aber es schien wie mit ihr verwachsen zu sein.
Und nun brüllte auch Benni, wie eine Feuerwehrsirene, Panik hatte ihn ergriffen und stachelte sein quakiges Stimmchen zur Höchstleistung an.
Ich rannte wie von Sinnen aus dem Haus, auf die dunkle Straße, nur der Feuerschein aus dem Stubenfenster warf gespenstige Lichtspiele auf den nassen Asphalt.
Die Feuerfontäne musste durch sämmtliche Etagen geschossen sein, wie ein Turm ragte sie aus dem Dach heraus.
Ich rannte immer weiter, den Schein des Feuers im Rücken, mein Herz hämmerte, trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen.
Und tatsächlich, als ich neben mich blickte sah ich Salene und Benni neben mir, die wie verrückt die Beine um sich warfen;doch keiner von uns kam auch nur einen Schritt vorwärts.
Die Flammen hatten inzwischen das ganze Haus erfasst, und kamen immer näher, es wurde unerträglich heiß, Todesangst stieg in uns hoch.
Dann, ein gickelndes Lachen, direkt vor uns in den teuren Ginsterbüschen von Frau Salomon.
Ein runzliger Gnom mit einem Mund, der sein ganzes Gesicht beherrschte, schaute uns schelmisch an und lief dann schnurstracks in die Feuerwand hinter uns.
Wir verrenkten uns fast die Hälse als wir ihm nachschauten, noch immer trugen uns unsere Füße nicht weiter.
Doch die Hitze hinter uns ließ nach, der kühle Nachtwind war wieder zu spüren, die Flammen schlugen nicht mehr so hoch.
Und mit einem Ruck löste sich die Erstarrung,wir fielen zu Boden sahen zum Haus und erschracken;es war nicht mehr da.
Nur Snoopy, der kleine Hund, saß mit angesengten Fellspitzen inmitten eines rußgeschwärzten Rosenbeetes und schaute uns Pullemannspoper entgegen.
Der runzelige Gnom lief über den leeren Platz, den kleinen Hügel hinab und drohte auf der anderen Seite des Grundstückes zu verschwinden.
Wir rappelten uns mühsam auf, wollten ihm folgen, sahen aber nur noch eine schwache Rauchsäule, die am Fuße des Hügels in den Himmel stieg.
Wir rannten auf den verkohlten Hügel und es war unfassbar;dort lag das Buch mit dem alles Unheil begonnen hatte.
Das Buch war über und über mit Schokolade beschmiert und etwas das wie ein Glücksbärchi aussah, stand nicht allzuweit davon entfernt.
Benni nahm das Buch an sich und rieb die Schoki mit seinen Ärmel ab.
Als er damit fertig war, schlug er das Buch auf und traute seinen Augen nicht: winzige lila Federn flogen zwischen den Buchseiten empor und wurden vom Wind davongetragen.
Das Gummibärchi kam auf uns zu gelaufen: Wir standen vor lauter Angst wie angewurzelt stehen.
"He ihr da, lest...lest was in dem Buch steht. Da auf der aufgeschlagenen Seite."rief es uns zu und wedelte mit den Gummiarmen.
Es war schon wieder Seite 37, irgend etwas Geheimnisvolles musste mit diesem Buch vor vielen Jahren geschehen sein!
Ich beugte mich hinunter und las die verschnörkelten Buchstaben, wobei mir ganz anders wurde.
Die Schnörkel schienen sich zu bewegen, sahen aus wie kleine Schlangen und leises Zischen erklang zwischen den Buchseiten.
Dann wuden wir hineingezogen,milchiger Nebel breitete sich aus und zog uns in das Buch.
Ich spürte wie mein Frühstück nach oben drang, und nach den Würgegeräuschen neben mir zu urteielen, ging es den anderen beiden auch nicht besser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten wir etwas unsanft auf einer kleinen Waldlichtung, auf der eine kleine Holzhütte stand; uns war immer noch speiübel!
Eine derart merkwürdige Hütte hatte ich noch nie gesehen.
Statt einer Haustür gab es eine schmale Luke, durch die man nur hineinkam, wenn man an einem Seil aus Pferdehaaren etwa 2 Meter in die Höhe kletterte.
Die Fenster waren so verzerrt, das sie aussahen wie explodierte Kaugummiblasen, die einem im Gesicht hängen, wenn man sie hatte platzen lassen.
Aus dem Schornstein, der wie eine Spiralfeder gewunden war, stiegen abwechselnd grüne und rote Rauchwölkchen in den Himmel.
Auf dem Dach hatte man ein riesiges Gemüsebeet, mit wundersamen Früchten angelegt
Eine riesige blecherne Gießkanne hing an unsichtbaren Fäden über dem Beet und ließ in regelmäßigen Abständen rosa gefärbtes Wasser über die Pflanzen regnen.
Wir schauten uns weiter um und kamen aus dem staunen gar nicht mehr raus, die Umgebung machte uns Angst.
Dann öffnete sich langsam und knarrend eins der verzerrten Fenster; eine dicke knubblige Nase kam zum Vorschein, darüber zwei riesige, wässerne Augen mit freundlichem Blick.
Benni löste sich als Erster aus seiner ängstlichen Erstarrung und ging, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in Richtung des sanft im Wind schaukelnden Seiles.
Der kleine Benni, immer mutig...oder auch dumm; so sagt Ma immer wenn er wieder Stuhlgang baut und sich selbst in Lebensgefahr bringt...ich grinse innerlich...wie recht sie doch manchmal hat, obwohl erwachsen.
Während ich so meinen Gedanken über Benni nachhing, war dieser schon an dem Seil hochgeklettert und gerade im Begriff, in der schmalen Luke zu verschwinden.
Ich zog Salene hinter mir her, spuckte in die Hände und kletterte ebenfalls hinauf, laut zu Benni fluchend,das kann ich super.
Als Benni mich fluchen hörte, zögerte er einen Moment,schaute sich kurz zu mir um und kletterte dann aber doch behende durch die Luke ins Innere der merkwürdigen Hütte.
Wie ein Eichhörnchen fluppten wir hinterher, liesen uns über die Fensterbank aus Lakritze purzeln und stürzten hinab in das schrumpelige Haus.
Wider Erwarten landeten wir nicht unsanft auf dem Hosenboden, sondern ganz sanft in einem riesigen Berg aus Federbetten, die inmitten eines kleinen Raumes lagen und diesen fast völlig ausfüllten.
Federn in allen Farben des Regenbogens flogen durch die Luft und raubten uns die Sicht.
Als die bunten Federn langsam wieder zu Boden gesunken waren, sahen wir, dass sich eine Tür geöffnet hatte und das seltsame Wesen mit der Knubbelnase uns staunend betrachtete.
Salene grinste verlegen, Benni popelte frech in der Nase und ich stand umständlich auf, um mir das Männlein besser ansehen zu können.
Es schaute uns ganz freundlich aus seinen großen Augen an, und fragte dann ganz erstaunt:"Wie habt ihr mich nur gefunden?"
"Hast du schon mal dein ulkiges Haus von außen angesehen?", fragte ich sarkastisch und rollte die Augen.
"Außen? Was ist außen?", fragte das Männlein verwundert und schaute fragend einen nach dem anderen an, ohne sich von der Stelle zu rühren.
"Na da draußen, vor deiner Tür!", antwortete Benni und deutete auf eine Wand...schaute mich dann zweifelnd an, da keine der Wände eine Tür aufwies;nur schrumpelige Öffnungen in verschiedenen Farben.
"Ich war noch niemals draußen, ich lebe seit ewigen Zeiten hier, das ist meine Welt!" antwortete das Männlein mit einer seltsam knarrenden Stimme.
"Und wo ist hier?", fragte Salene und sah aus als wolle sie die Antwort gar nicht wissen.
"Hier ist, wo die Mächte des Märchenreiches mich festhalten, bis ich erlöst werde!", sagte das Männlein mit trauriger Stimme und zwei grünlich schillernde Tropfen lösten sich aus seinen wässrigen Augen.
""Nicht traurig sein!", sagte Benni und legte dem Männlein einen Arm um die Schultern.
"Vielleicht können wir dir irgendwie helfen, dich von den Mächten des Märchenreiches zu erlösen?", meldete sich nun auch Salene zu Wort.
Das Männlein sprang auf und starrte sie der Reihe nach an, ehe er sagte: "Seid ihr lebensmüde, oder schlimmeres?"
"Nein, nur abenteuerlustig!", entgegnete Salene unbekümmert. "Was soll schon groß passieren?"
Das sie euch einsperren, wenn ihr ohne Erlaubnis draußen rumspaziert, dass dürfen nur die, die in der Lotterie der Königin ausgelost werden!",sagte das Männlein und raufte sich die Haare.
"Dann müssen wir schleunigst dafür sorgen, dass du ausgelost wirst!", meinte Salene mit unsicherer Stimme."Wenn ich nur wüsste, wie!"
Das Männlein machte große Augen, dann sagte es: "Wenn ihr mir helft, dann helfe ich euch auch!"
"Na dann los, wo finden wir die Königin mit ihrer geheimnisvollen Lotterie?" rief Benni ungeduldig und suchte mit den Augen einen Weg nach draußen.
Das kleine Männlein hoppelte zu einem Kamin, warf eine handvoll Nüsse hinein und schubste uns dazu, ehe er sagte:"Nehmt den Beutel voll Nüsse, und jetzt zertretet die die im Kamin liegen und singt Schweineknackarschwurst!
Wir schauten uns verwundert an, zögerten kurz und zwängten uns dann gebückt in den rußgeschwärzten Kamin.
Ich holte feste aus und stampfte meinen Fuß hinab, leider auf Salene`s linken Fuß, die vor Schmerzen aufbrüllte.
Gleichzeitig stieg grünlicher Rauch vom Boden des Kamins hoch und Benni schrie voller Panik :"Ich werde ganz leicht, haltet mich fest, ich kann nicht mehr stehen, ich fliege gleich!"
Wir packten ihn an der Hose und zogen, doch das einzige was nicht weiter in die Höhe stieg, war Benni`s Hose.
Als uns klar wurde, dass Benni gleich ohne uns zum Schornstein hinausschweben würde, fingen wir an, wie wild auf den verbliebenen Nüssen herumzutrampeln.
Dabei wirbelten wir die gesamte Asche des Kamins auf, die uns sofort einnebelte und unsere Gesichter einfärbte.
Als der Nebel sich wieder lichtete, sah ich, dass Salene auch schon auf dem Weg nach oben war und im gleichen Moment verlor auch ich den Boden unter den Füßen.
Der Kamin war länger als ich gedacht hatte, allerdings wurde er auch immer enger.
Während wir langsam nach oben stiegen, hörte ich von unten heftiges Fluchen: "Verdammt, wo ist die letzte Nuss? Eben war sie doch noch da, wie zum Teufel soll ich jetzt hier raus kommen?"
Ich erschrak, fummelte zügig in meinen Taschen und warf eine der Nüsse hinunter;leider genau in die knubbelige Nase des Männchens, dass seinen Kopf weit in den Nacken gelegt hatte!
Der schnaubte nur kurz, fing die Nuss auf, warf sie zu Boden und trampelte sofort los.
Allerdings schien er dabei anders vor zu gehen, denn schon gleich darauf schoss er, mit rasanter Geschwindigkeit auf uns zu.
Mit einem dumpfen Schlag, prallte er gegen uns.
Dabei hatte er soviel Geschwindigkeit, dass wir alle im hohen Bogen aus dem Kaminende schossen, wie Raketen.
Mit atemberaubender Geschwindigkeit stiegen wir hinauf in einen kunterbunten Himmel.
Ich hatte beinahe Angst mit irgendwelchen Vögeln zusammen zu stoßen und verbarg meinen Kopf zwischen meinen schützenden Armen.
Doch zum Glück war dem nicht so und ich flog leicht wie eine Feder den anderen hinter her.
Endlich wurden wir wieder dem Boden näher gebracht und mit leisen, dumpfen Geräuschen, landeten wir auf einer holprigen Wiese.
Sie war von riesiegen, bunten Blumen bedeckt.
Einige, komisch aussehende Pflanzen hatten hier ihren Platz gefunden und ein großteil von ihnen sahen gefährlich aus.
Und mitten auf der Wiese stand ein gold schillerndes Schloss mit einer blauen Fahne auf der das Wappen der Königin geprägt war.
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