Das Haus am Waldrand

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Das Haus am Waldrand Empty Das Haus am Waldrand

Beitrag von Phönixfeder am Mi 28 Jul 2010, 09:11

Hier sind wir im Gruselbereich

Wer kennt das nicht: Ein gruseliges Gebäude das unseren Herzschlag rasen lässt.

Und heute seid ihr dran!
Erschafft ein gruseliges Haus, das am Rande eines Waldes steht.
Bringt uns ein wenig zum Schaudern.
Es gibt kein Versuch / Beitrags-Limit.
Zu beachten: Es ist Herbst und der Abend hat bereits angefangen - Dämmerung


Viel Spaß, ihr gruseligen Makler


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Beitrag von Phönixfeder am Mo 02 Aug 2010, 13:51

Das Haus am Waldrand


Zwei Fledermäuse sausen durch die engen Kronen der Bäume und eine Eule begrüßt die nahende Nacht. Der Wind lockt euch den engen Wanderpfad entlang, an dessen Ende eine durchlöcherte Straße auf seine Besucher wartet. Ihr Ziel ist die große Kurve, hinter der die letzten Bäume des Waldes den Blick auf den glänzenden See und die weiten Felder freigeben. Ganz nah, an der Grenze des Waldes, steht ein verlassenes Haus, dessen Besitzer eines Tages verschwanden. Seit dem steht es leer und wartet auf einen, der sich ihm annimmt.
Die einst so strahlende Farbe hat bereits an Schönheit verloren und mischt sich nun in das trostlose, dunkle Farbspiel der Natur. Große Fenster locken den Blick auf, sich manchmal bewegende Schatten und der morsche Kamin stimmt ein, in das klagende Lied des Windes.
Halbtote Trauerweiden bewachen das Gebäude und sind Heim von unzähligem Getier.
Eine handvoll, windschiefer Grabsteine, bewohnt den nebelverhangenen Garten, der hinter dem Haus angelegt wurde. Nebenan der Brunnen, der als feuchtes Grab des Kindermädchens verschrien. Im Vorgarten, gleich neben den verdorrten Rosen, eine rostige Schaukel schwingt im Takt deines Herzschlags und begleitet das Klappern der Läden. Und nun komm näher, sitz auf und schaukle’ ein Weilchen, es ist gleich Mitternacht.
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Beitrag von Emma am Sa 21 Aug 2010, 07:19

Hier ist mein kleines Häuschen



Das Haus am Waldrand



Trauerweiden säumten das verlassene, alte Haus, das am Rande des Waldes stand und auf neue Besucher wartete. Die schweren Äste, reichten bis auf den Boden und sahen aus, wie ein Krake, die über Land schlich.
Die eingeschlagenen Fenster waren längst von Spinnenweben geflickt worden, in denen sich allerlei Insekten verfangen hatten.
Eine hölzerne Tür, knarrte in den Bewegungen die der Wind ihr aufzwang und die längst wackeligen Dachschindeln klapperten dazu im Takt.
Unkraut hatte sich über die angelegte Straße hergemacht und sie verschlungen. Ein kleiner Teich, der im Vorgarten errichtet worden war und mittlerweile nur noch eine grüne Brühe beherbergte, trug auf seiner Oberfläche die verwesenden Reste der Fische, die darin gelebt haben mussten.
Dicke Efeuranken hatten das Gemäuer in ihre kalte Umarmung genommen und drohten, das Haus zu ersticken. Eiszapfen hingen von den Dachkanten und spiegelten die Wintersonne und deren Strahlen in alle Richtungen. Einzig eine Mäusefamilie hauste in dem einst schönen und herschaftlichen Haus.
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Beitrag von Gast am Sa 21 Aug 2010, 19:32

HM, naja, ein Versuch.


Dieses Haus. Völlige Stille. Kein Klappern der maroden Fensterläden, kein Pfeifen des Windes durch die Spalte in der Holzverkleidung. Die Natur hatte sich zurückgezogen, als wäre eine unsichtbare Barriere um das Haus herum gezogen. Das Knirschen der Kieselsteine auf dem Gehweg klang wie mit einen Filter gedämpft.
Die Bäume des nahe Waldes bewegten sich in einer sanften Brise, das dazu gehörige Rauschen der Wipfel war nicht zu hören. Selbst das Gras weigerte sich an diesem Ort zu wachsen. Braune Büsche zeigten den Tod der Umgebung an. Im Hintergrund stakte eine zerfallene Vogelscheuche und stand Wache. Die Mistgabel in der rechten Hand zeigte auf ein offenes Fenster an der Hauswand und wirkte bedrohlich. Schlimmer als die Mistgabel, die schon bessere Vorrostzeiten gesehen hatte, war das Clownsgesicht, welches mit toten Augen gen Boden schaute. Die Dämmerung ging in die Nacht über und die Dunkelheit senkte sich auf das Haus und seine Umgebung. Im Augenblick vollkommener Schwärze hob der Clown seinen Kopf.
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Beitrag von Phönixfeder am So 22 Aug 2010, 08:02

@Emma: Ein netter Versuch, man sieht das du dir Mühe gegeben hast und so schlimm, wie du meinst ist es gar nicht. Ist doch eine tolle Szene geworden. Finde es sehr gelungen. Du bist bei der Beschreibung des Hauses doch gut auf die Vorgaben eingegangen.


@Jerk: Auch dein Beitrag ist ein toller Versuch. Mich macht nur am Ende der Clown und die Vogelscheuche etwas verwirrt. Der Clown am meisten. Für mich passt der nicht so ganz ins geschehen, weiß nicht wo ich den hinstecken soll. Vielleicht weil er nur so kurz auftaucht. Mir hätte besser gefallen, die Vogelscheuche hätte sich bewegt.
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Beitrag von Gast am So 22 Aug 2010, 11:31

Da habe ich dann Mist gebaut, denn die Vogelscheuche hat das Clownsgesicht. Kam wohl nicht rüber. clown
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Beitrag von Gast am So 22 Aug 2010, 11:57

Ich fand den "Versuch" von Jerk richtig gut!

Da war endlich mal was Subtiles, nicht klar ausgesprochen, Fantasie anregend, eine Ahnung nur!
Gerade der letzte Satz mit dem Clown machte die Szene perfekt.

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Beitrag von Phönixfeder am So 22 Aug 2010, 12:02

Jerk schrieb:Da habe ich dann Mist gebaut, denn die Vogelscheuche hat das Clownsgesicht. Kam wohl nicht rüber. clown


Ahhh, ja dann hab ich das jetzt auch verstanden. Ich hatte verstanden das sich neben der Vogelscheuche auch noch ein Clown beim Haus befindet...
Jetzt liest es sich gleich ganz anders...danke für den Hinweis, Jerk
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Beitrag von Phönixfeder am Mi 05 Jan 2011, 21:38


Still, verlassen, stand es da und einzig die hektischen Mäuse die dem Bau inner wohnten traten ab und an hervor um sich der dämmrigen Stille zu stellen und die Umgebung zu erkunden.
Eisiger Wind huschte durch die Ritzen, zerstörten Fenster und ließen manches Mal ein feines Pfeifgeräusch hören.
Fledermäuse kreisten unter dem verrotteten Dach, schlugen Loopings und rasten durch die Lücken der Balken. Trauerweiden, einsame Wächter des Verlassenen Hauses, strichen, mit Hilfe des Windes über Wände und Fensterläden. Ein Uhu spukt im runden Fenster einer Luke, schickt taschenlampenhafte Lichter und singt im Schein des Mondes. Leises Krächzen, regelmäßig von sprunghafter Lautstärke durchbricht die Stille, unbestimmbar wo her es rührt, verliert sich in der Tiefe des anliegenden Waldes, warnt jene, die umherwandern, vor launenhafter Neugierde.
Unregelmäßige Löcher in Wänden und Türen, Schatten geisterhafter Wesen, streunen durch die Räume, verweilen und eilen umher, tanzen zur Geisterstunde.

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